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Feuerlöscher: Welcher passt wohin?

07.10.2026

Ein Feuerlöscher kann einen kleinen Brand in den ersten Minuten stoppen. Entscheidend ist, dass Löschmittel und Brandklasse zusammenpassen. Die Brandklassen stehen als Buchstaben und Symbole auf jedem Gerät.

Die Brandklassen auf einen Blick

Klasse Was brennt? Beispiele im Haushalt
A Feste Stoffe, die Glut bilden Holz, Papier, Textilien, Möbel
B Flüssige oder flüssig werdende Stoffe Benzin, Lacke, Wachs, Kunststoffe
C Gase Propan, Butan, Erdgas
D Metalle in Haushalten praktisch nie
F Speiseöle und -fette Pfanne, Fritteuse, Fondue

Welcher Löscher wohin?

Ort Empfehlung Warum
Wohnung, Flur, Treppenhaus Schaumlöscher (Klasse A und B), 6 Liter Löscht die häufigsten Brände, kaum Folgeschäden, gut zu reinigen
Küche Fettbrandlöscher (Klasse F) oder Schaumlöscher mit F-Kennzeichnung Nur diese Löscher dürfen auf brennendes Fett
Garage, Werkstatt, Heizungsraum Schaum- oder Pulverlöscher (Klasse A, B, C) Benzin, Öl und Gas möglich; Pulver ist hier vertretbar
Auto, Wohnwagen Pulverlöscher (Klasse A, B, C), mind. 2 kg Robust bei Kälte und Hitze
Elektro-/Serverraum CO₂-Löscher (Klasse B) Hinterlässt keine Rückstände – aber nur in ausreichend großen Räumen, CO₂ verdrängt den Sauerstoff

Pulver in der Wohnung? Pulverlöscher löschen viel, verteilen das Pulver aber im ganzen Raum. Es ist kaum vollständig zu entfernen und kann Elektronik und Metall angreifen. In Wohnräumen ist Schaum deshalb die bessere Wahl.

Richtig einsetzen

  1. Zuerst die 112 rufen und alle Menschen in Sicherheit bringen.
  2. Nur löschen, wenn du dich dabei nicht selbst gefährdest und der Fluchtweg hinter dir frei bleibt.
  3. Sicherungsstift ziehen, mit Wind bzw. vom Fluchtweg aus löschen.
  4. Von vorn nach hinten und von unten nach oben arbeiten, in kurzen Stößen.
  5. Lieber mehrere Löscher gleichzeitig einsetzen als nacheinander.
  6. Nach dem Löschen den Brandort beobachten – Glut kann wieder aufflammen.

Wartung

Für Privathaushalte gibt es keine Prüfpflicht. Empfohlen wird trotzdem eine Prüfung durch einen Fachbetrieb alle zwei Jahre, weil Löscher mit der Zeit Druck verlieren. Ein benutzter Löscher wird immer neu befüllt – auch wenn nur kurz gelöscht wurde.

Quellen: Rheingau-Taunus-Kreis, TÜV-Experte via Volksstimme.