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Bürger-Info · Notruf
Notruf 112: Die fünf W-Fragen
07.10.2026
Über die 112 landest du bei der zuständigen Leitstelle. Dort sitzen geschulte Disponentinnen und Disponenten, die dich mit gezielten Fragen durch das Gespräch führen. Du kannst also nichts falsch machen. Die fünf W-Fragen helfen dir, vorbereitet zu sein.
Die fünf W
- Wo ist es passiert? Ort, Straße, Hausnummer. Auf dem Land auch: Ortsteil, Hof- oder Flurname, Feldweg, Kilometerangabe an der Straße, auffällige Punkte (z. B. „Scheune hinter dem Sportplatz“). Das Wo ist die wichtigste Frage.
- Was ist passiert? Brand, Unfall, medizinischer Notfall? Kurz und klar beschreiben.
- Wie viele Menschen sind betroffen? Danach richtet sich, wie viele Fahrzeuge kommen.
- Welche Verletzungen oder Gefahren gibt es? Bewusstlos? Eingeklemmt? Gasgeruch, Rauch, ausgelaufene Stoffe?
- Warten auf Rückfragen! Leg nicht auf. Das Gespräch beendet die Leitstelle.
Gut zu wissen
- Die 112 funktioniert aus dem Festnetz und mit jedem Handy mit SIM-Karte, auch ohne Guthaben.
- Bei Bedarf gibt dir die Leitstelle am Telefon Anweisungen zur Ersten Hilfe, z. B. zur Herzdruckmassage. Handy dafür auf Lautsprecher stellen.
- Wer nicht telefonieren kann (z. B. wegen einer Hörbehinderung), erreicht Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst über die Notruf-App nora.
- 110 ist die Polizei. Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Praxiszeiten gilt der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117.
- Lieber einmal zu oft anrufen als zu spät: Auch ein Brandverdacht ist ein Grund für die 112.
Nach dem Anruf
Schick, wenn möglich, jemanden an die Straße, der die Einsatzkräfte einweist. Halte Zufahrt und Hofeinfahrt frei und schalte nachts die Außenbeleuchtung ein. Hausnummern sollten auch im Dunkeln von der Straße aus lesbar sein.
Quellen: vfdb Fachempfehlung Notruf; Stadt Braunschweig, 112-Flyer.